Xamoom: Sticker mit Mehrwert

Bereits vor zwei Monaten hat mir das Team von Xamoom mein Testpaket zugesendet. Ich habe gerade mal zehn Minuten gebraucht, um meinen NFC-Chip zu taggen. Aber eines nach dem anderen …

Vor zwei Jahren hat Georg Holzer am BarCamp Graz sein Projekt Ingeborg vorgestellt. Im Vorfeld der Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt wollte er darauf aufmerksam machen, dass die Kärntner Landeshauptstadt keine eigene Stadtbibliothek hat. Daher auch der kommt auch der Name des Projekts – die Tage der deutschsprachigen Literatur sind besser bekannt als Ingeborg Bachmann Preis.

Die Idee: In der ganzen Stadt werden Sticker aufgeklebt, versehen mit einem NFC-Chip und einem QR-Code. Hält man das Handy auf den Sticker oder scannt man den QR-Code kommt man auf die Webseite des Projekts und kann dort ein quellenoffenes Buch im epub-Format herunterladen. Im Laufe der Zeit wurde das Projekt auf mehrere Städte erweitert und es gab nicht mehr nur Bücher, sondern auch andere Mediengattungen, wie Musik.

Zwei Jahre danach hat Klagenfurt noch immer keine Stadtbibliothek und ich zweifle stark daran, dass daraus noch etwas wird. Doch Georg und sein Team aus dem Projekt Ingeborg das Unternehmen Xamoom geformt. Die Technologie des Projektes Ingeborg soll Kulturinstitutionen und Firmen als Marketinginstrument angeboten werden. Ich persönlich hatte die Idee, meine Visitenkarten zu „pimpen“, deshalb wollte ich das Produkt testen.

Nach dem Login kommt man auf eine Oberfläche, die an ein entschlacktes WordPress erinnert. Ich habe gleich eine Seite angelegt, mit dem Youtube-Video meiner Hochzeitsbilder. Die Sticker kamen in Form von Karten bei mir an. Im Menü finde ich sie unter dem Punkt Marker. Einmal auf „Bearbeiten“ geklickt, schon kann ich den Content mit dem NFC-Chip verknüpfen.

Da Xamoom ja aus dem Projekt Ingeborg entstanden ist, kann ich jede Seite mit einem Ort verknüpfen. Für meinen Test habe ich diese Funktion nicht gebraucht. Und auch bei meiner Idee, die Visitenkarte zu „pimpen“, brauche ich diese Funktion nicht. Auch als Aussteller auf einer Vernissage oder auf einer Messe glaube ich, auf diesen Punkt verzichten zu können. Ich will ja meine Kunden ja auf die Zusatzfeatures, Angebote, etc. aufmerksam machen – direkt vor Ort. Der Kunde muss sich meinen Stand, mein Bild usw. nicht erst via GPS suchen.

Wo ich mir diese Funktion sehr gut vorstellen kann, ist einerseits fürs Geocaching und andererseits im öffentlichen Raum, zum Beispiel auf Naturlehrpfaden. Eine Idee wäre sicher auch, dass eine Stadt alle Denkmäler mit Xamoom-Stickern ausstattet und so eine multimediale Schautafel erschafft. Touristen könnten dann die Geosuche gut nutzen.

Jetzt fehlt nur noch der Investor, der hilft Xamoom ganz groß zu machen.

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