#bcg15: Jede Menge Wissen und viel Spaß

Barcamp Hauptraum voller Personen

Jedes Jahr versuche ich mir die Tage, an denen das Barcamp in Graz stattfindet freizunehmen. Heuer ist es mir erstmals gelungen, an allen drei Tagen teilnehmen zu können. Wie jedes Jahr konnte ich vieles lernen. Doch das Beste war, meine Freude am Schreiben zu teilen.

Am Freitag wählte ich einen trockenen Start ins Camp und ging in die Session zu Data Visualisation. Vor allem der Hinweis auf Openrefine.org war sehr hilfreich. Many-eyes.com kannte ich schon. Aber Tableausoftware.com, Silverspotfire.com, Datamaps.com, Datawrapper.com und Liquid Diagrams werde ich mir noch genauer ansehen. Scripting-Sprachen werde ich wohl eher auslassen.

Weiter ging es ins Startcamp. Dort wurde das Thema Gründen in Graz diskutiert und das Ideentriebwerk Graz stellte sich vor. Der Verein hat das Ziel, Gründer zu vernetzen. Leider steckt dahinter allerdings eine sehr fragwürdige Auslegung von „Start-Up“. Nur technisch innovative Gründungen würden diesen Namen verdienen. Und dann waren die Vortragenden erstaunt, dass in diesem eng definierten Bereich, so wenige Frauen als Gründerinnen in Erscheinung treten. Wenn man Pflegerinnen, Friseurinnen, Gastwirtinnen und den ganzen Sozialbereich aus dem elitären Club der „Start-Ups“ ausschließt, darf man sich halt nicht wundern. Ich habe an diesem Elite-Denken kein Interesse.

Die letzte Session am Freitag war etwas für echte Fans. Von was? Vollkommen egal. Fans konnten sich kennenlernen, sich austauschen und einfach tratschen. Ein gelungener Abschluss.

Weiter ging es am Samstagmorgen mit einem ausgiebigen Frühstück. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren gab es auch Fleisch. Ich habe mich darüber gefreut, doch einige haben sich wehmütig an das Ginko-Buffet der vergangenen Jahre erinnert.

In der ersten Session wurde über Big Data diskutiert. Angeregt wurde die Session von zwei Programmierern, die gerade an einem Big-Data-Projekt im Gesundheitsbereich arbeiten. Voll Enthusiasmus erzählten sie, was man nicht alles machen könne, wenn die Daten vernetzt wären. Nicht nur ich war skeptisch. Denn es gibt auch eine andere Seite der Medaille. Die beste Aussage der Session: „Alles was mit den Daten gemacht werden kann, wird auch gemacht!“ Hinweis zu https://www.paterva.com/web6/products/maltego.php und http://media.arbeiterkammer.at/PDF/Digitale_Ueberwachung_im_Alltag.pdf

Als Nächstes schaute ich kurz in die Vorlesung des Studienlehrgangs Content-Strategy. Das Thema war Barrierefreiheit für Webseiten. Sehr wichtiges und spannendes Thema. Mir war die Vorlesung zu detailliert. Dennoch habe ich mir das WP-Accessibility-Plugin geholt.

Auch das Mittagessen war sehr reichhaltig und sehr viel. Schon hier zeichnete sich ab, dass zuviel gekocht wurde. Einiges musste weggeworfen werden.

Am Nachmittag konnte ich mir im UX-Camp einiges über Computersteuerung mit den Augen erfahren. Sehr spannend – für mich eine Spur zu abgefahren.

Danach wurde die Blogger-Vernetzt-Euch-Session gestartet. Wir stellten die Ironblogger und Blogheim.at vor. Danach sprachen wir über die Fallstricke des Bloggens, was in eine unnütze Grundsatzdiskussion ausartete. Ich hab mir vorgenommen, mehr über Bücher zu bloggen.

Die letzte Session des Samstags habe ich ausgelassen und bin gleich zur Biersession übergegangen.

Auch am Sonntag war das Barcamp gut besucht. Nach dem Frühstück ging ich in die Session zum mobile Workflow, bei der angeregt darüber diskutiert wurde, wie das Handy in die Arbeit eingebunden wird und werden kann.

Danach wagte ich mich mit „Don’t trust the imput“ ins AppDev-Camp. Was soll ich sagen – ich bin halt Journalist und kein Programmierer.

Sammlung von Büchern

Nach dem Mittagessen hielt ich meine kleine Session ab. Das Thema: Kreativ Schreiben. Aus dem Buch Musenkussmischmaschine wählte ich das Klatsch-Spiel – ein assoziatives Schreibspiel – und meine Teilnehmer durften aus zehn Worten eine Geschichte schreiben. Leider hatte ich zu wenig Kugelschreiber, ich hätte sooooo gerne mitgeschrieben. Herausgekommen sind viele hervorragende Kurzgeschichten, die ich gerne hier verlinke.

Henriette: Assoziatives Schreiben am BarCamp Graz 2015

Issi: Kreatives Schreiben – Eine Session am BarCamp Graz

Florian: Assoziationsspiele mit flauschigen Geister-Ponys

Marion: Lass dich von der Muse küssen: Kreativ schreiben

Thomas: Assoziationsspiele mit Softwarebär

Stefan: Assoziatives Schreiben

Jessica: Assoziatives Schreiben

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