Spielwiese#ausden90ern: Jugendroman, Kapitel 3 - Spielwiese

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Roman Vigut

Journalist & Blogger

#ausden90ern: Jugendroman, Kapitel 3

Es war schon tief in der Nacht, als wir zur Zentrale des Gefolges in Hitu-Town aufbrachen. Einer meiner Anhänger arbeitete als Reinigungskraft und konnte uns hineinbringen – über die Kanalisation. Im Keller fanden wir einen Ausgang. Unser Paket mit Sprengstoff platzierten wir direkt unter der Kellerstiege, stellten den Zeitzünder und machten uns aus dem Staub.

Die Explosion war überall zu hören. Noch waren wir nicht in unseren Unterschlupfen angekommen. Binnen Kürze strömten Hunderte Polizisten auf die Straßen. Zum Glück waren wir mit Handgranaten ausgerüstet. Ich zog die Sicherung und warf die Granate in die Menge. Danach rannten wir los.

Als Fluchtroute hatten wir auch die Kanalisation gewählt. Überall waren Schüsse zu hören. Nur mit einem Sprung in einen offenen Kanaleingang konnte ich mein Leben retten. 17 meiner Mitstreiter ließen ihr Leben.

Der erste Teil der Operation war damit abgeschlossen. Nun übernahmen meine eingeschleusten Kämpfer. Seit Tagen lagen sie in der Stadt auf der Lauer. Alle zehn Sekunden explodierte nun irgendwo ein Sprengsatz.

Nachdem ich wieder mit meinen Truppen vereint war, stürmten wir die Polizeizentrale. Nachdem ich den Sicherheitsleuten erklärt habe, dass ich der Gefolgschaft den Krieg erklären will, wechselte ein Drittel der Polizisten auf meine Seite.

Die Stadt versank im Chaos. Es herrschte Bürgerkrieg. Für mich war klar: Wer nicht auf meiner Seite ist, muss sterben. Als klar war, dass meine Leute überhand gewinnen, schickte das Regime Bomber.

Der Krieg hat begonnen.


 

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