SpielwieseBarcamp Graz: Tag 2 - Spielwiese

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Roman Vigut

Journalist & Blogger

Barcamp Graz: Tag 2

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Der zweite Tag am Barcamp begann mit einem guten Frühstück. Hier ein Überblick meiner Sessions.

Session 1: Politcamp Projekt Ingeborg

Urheberrecht hat eine zu lange Schutzdauer.

Eine Studie von Amazon zeigt, dass Buchverkäufe in den ersten zehn bis zwanzig Jahren nach Erscheinung gut sind. Danach gibt es kaum Interesse. Erst wieder nach 70 Jahren werden die Bücher gekauft – nach erlöschen der Schutzdauer.

Projekt Ingeborg soll Bewusstsein schaffen. Im Vorfeld des Bachmann-Preises in Klagenfurt werden auf Straßenlaternen Sticker mit mit Nfc-Chips und QR-Code angebracht, mit Link zu Büchern, die kein Schutzrecht haben. Möglicherweise kann man auch Autoren überreden, Bücher freizugeben.

Outcome: Das Thema liegt eher auf der fehlenden Bibliothek in Klagenfurt. Idee: Auch ein paar Fehler, sprich geschützte Inhalte, einbauen. Technische Umsetzung: Man sollte auf den Stickern auch analoge Infos bieten. WordPress eignet sich als Plattform gut.

Session 2 Lockpicking. Schlösserknacken.

Es gibt eine OpenLocks Gruppe in Graz.

Ein Schloss hat Pins und Schlüssel hat kerben. Die Pins kann man auch mit Werkzeug hochdrücken. Im Netz gibts Videos.

Bolzen können nacheinander fixiert werden. Mit einem Hebel muss man Druck ausüben, dann verkeilt sich der Pin.

Openlocks-Leute kann man auch statt Schlüsseldienst kommen lassen. Die machen nix kaputt.

Openlocks.at

Session 3 Privacy

Problem liegt nicht in der Info, die wir selbst offenlegen. Sondern in anderen Daten, die digital existieren. Diese sind schwer zu schützen.
Aus mehreren Quellen kann man sich schnell ein Bild über einen Menschen machen. Mehrere Quellen machen es leicht Personen zu finden.

Datenschutz und Anonymisierung sind kein Schutz für Privatsphäre.

Zukunft: Alle Daten werden künftig auffindbar sein. Arbeitgeber sind interessiert an Gesundheitsdaten.

Die Frage ist nicht ob Privatsphäre verloren gehen. Die Frage ist, wie gehen wir damit um.

Ansprüche an Privatsphäre sind online und offline gleich. Frage nach Digitaler Aufarbeitung wird ausgelassen.

Konzept: information accountability.
Nicht Sender der Daten schützen, sondern Empfänger der Daten überwachen. Daten werden nicht einfach zurückgehalten, sondern in zweiten Schritt kann man in Verarbeitung eingreifen. Standart httpa.

Diskussion. Technik vs. Gesellschafftliche und persönliche Verantwortung.

Session 4. Piratenpartei.

Piraten stellen sich vor. Die Information über die Partei ist gut, allerdings herrscht Chaos, da stets ein Konsens gefunden werden muss. Klassisches Problem der Basisdemokratie.

Digitale Gesellschaft findet zu wenig Beachtung bei traditionellen Parteien.

Es gibt ein freies Diskussions-System mit hoher Durchlässigkeit.

Piraten sind nicht gegen Urheberrecht, sondern gegen Verwertungsgesellschaften.

Der Weg zwischen Urheber und Konsument soll verkürzt werden.

Wo stehen Piraten? Die Strukturen stehen. Alle arbeiten vor sich hin. Programm etc. kommen erst.

Programm soll von unten kommen.

Komplette Transparenz. Bei allen Fragen soll die Basis abgefragt werden. Entscheidungen muss man vor der Basis rechtfertigen.

Informationen ändern sich. Piraten reagieren darauf. Entscheidungen erklären.