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Roman Vigut

Journalist & Blogger

Forschung ist eine Investition und kein Kostenfaktor

Ende April wird die Bundesregierung den Finanzrahmen bis 2015 präsentieren. Vor allem aus den Universitäten kommen immer wieder mahnende Worte, die Ausgaben für Forschung nicht einzufrieren – zu Recht.

Es war das Jahr 2000, als der frisch gebackene Bundeskanzler Wolfgang Schüssel forderte, dass die Akademikerquote in Österreich auf 20 Prozent steigen soll. Seit dem wiederholt jede Bundesregierung dieses Bekenntnis. Mehr noch: Faymanns Kabinett will bis 2020 eine Forschungsquote von 3,76 Prozent erreichen – gefordert sind hier vor allem die innovativen Unternehmen.

Dieses Ziel zu erreichen wäre für Österreich auch dringend nötig. Im internationalen Wettbewerb können heimische Unternehmen nur erfolgreich sein, wenn sie gut ausgebildetes und hoch qualifiziertes Personal haben. Nur wenn es am Arbeitsmarkt gute Wissenschaftler gibt, lässt sich auch eine Steigerung der außeruniversitären Forschung ermöglichen.

Doch seit Schüssel hat jede Bundesregierung genau das Gegenteil dessen getan, was zur Zielerreichung nötig ist. Die Zerstörung der Forschung in Österreich begann bei der Einführung der Globalbudgets, führte weiter zur Eingliederung der Uni-Gebäude in die Bundesimmobiliengesellschaft (seitdem wird Miete gezahlt) und endet bei einer Stagnation des Uni-Budgets ab 2013.

Ich bin keineswegs ein Verfechter des Deficit-Spendings. Das Budget in den Griff zu bekommen ist wichtig, um ein Funktionieren des Staates zu gewährleisten. Wer im Zuge dessen allerdings die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Österreich gefährdet, ist ein Risiko für dieses Land.

Ich hoffe die Regierung Faymann hat ein Einsehen und warte daher gespannt auf die Präsentation des Finanzrahmens bis 2015 Ende April.

 

von Roman Huber

Dieser Beitrag entstand im Rahmen meiner Tätigkeit für Kleine Zeitung Digital. Es gilt österreichisches Urheberrecht. Die Verwertungsrechte liegen bei Kleine Zeitung Digital.

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